andermatt, hospental, realp

Kirchen- und Kapellenweg

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Station 1

Patrizium: 23. November

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

St. Kolumban ist die älteste Kirche im Tal und wird als Mutterkirche von Ursern bezeichnet. Es gibt Historiker, die St. Kolumban bereits ins 8. oder 9. Jahrhundert zurückdatieren möchten, und zwar in dem Sinn, dass am Platz der heutigen Kirche schon damals sich eine kleine Gottesdienststätte befunden habe. Am Anfang war das kleine Heiligtum am Kilchenberg eine Eigenkirche der Benediktiner von Disentis.

Wissenswertes über Reliquien usw. 

Auf der Altarmensa erhebt sich ein Kreuz, dessen Korpus aus dem 17. Jh. besonders durch die ausdrucksstarken Gesichtszüge besticht. Seitlich, links und rechts des Chorbogens befinden sich die beiden Holzfiguren des Hl. Kolumban (irischer Wandermönch) und des Hl. Placidus von Disentis (Gründer des Klosters Disentis). 

Information über die Kirchenheiligen

Der Hl. Kolumban ist der Schutzpatron der Motorradfahrer und Schutzpatron gegen Überschwemmungen.

 

Talkirche St. Kolumban, Andermatt
Chorraum Talkirche St. Kolumban

Station 2

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Die kleine unscheinbare Kapelle aus dem Spätmittelalter steht an der alten Wegscheide, wo sich die Saumpfade auf die Oberalp und in die Unteralp trennten. Hier wurden jeweils die Bischöfe von Chur und andere hohe Persönlichkeiten, nachdem sie die Oberalp überschritten hatten, mit einem Willkommtrunk begrüsst.

Nachdem die Kapelle lange nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzt wurde, erhielt sie nach einer umfassenden Renovation 1983 wiederum die kirchliche Weihe.

Information über die Kirchenheiligen

Sie ist dem in Bauernkreisen hochverehrten heiligen Wendelin geweiht. Der Name «Wendeli» wird in Ursern erstmals im Jahre 1495 erwähnt.

 

Kapelle St. Wendelin, Andermatt
Chorraum Kapelle St. Wendelin
Kapelle St. Wendelin, Andermatt
Innenraum in Blickrichtung Maria Hilf

Station 3

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Über dem Dorf Andermatt steht auf einem Geländevorsprung am Gurschen, wie eine Wächterin über Tal und Dorf, die Kapelle unserer Lieben Frau Maria Hilf. Das Heiligtum entstand aus der Not um Leib und Leben der früheren Bewohner und blieb bis heute der Zufluchtsort in gefahrvollen Zeiten und in persönlichen Notsituationen.

 

Kapelle Maria Hilf, Blickrichtung Dorf Andermatt
Deckengemälde in der Kapelle (Der Besuch Marias bei Elisabeth, "Magnificat").
Passauer Gnadenbild "Maria Hilf"

Station 4

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Die Grundsteinlegung für die imposante Tal- und Pfarrkirche erfolgte am 12. September 1601. Als Baumeister wurde Johannes Schmid bestimmt, der 1583 auch das Rathaus von Ursern erbaut hatte. Wer das Innere der Kirche betritt, ist nicht nur über den weiten festlichen Raum, sondern auch über die reiche barocke Ausstattung überrascht.

 

Pfarrkirche St. Peter und Paul, Blickrichtung Gurschen
Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Peter und Paul (Jesus macht Simon Petrus zum Menschenfischer, Lukas 5, 1-11).
Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1582 und stand früher in der Kolumbanskirche. Hinten einer der beiden Reliquienschreine "Felix und Regula", Märtyrer der Thebäischen Legion.

Station 5

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Unmittelbar neben der Pfarrkirche steht die Totenkapelle St. Michael. Sie wurde 1643 geweiht. In der Altarnische befindet sich eine eindrückliche Pietà aus dem 17. Jahrhundert. Aus der gleichen Zeit stammen auch die beiden Statuen der Muttergottes und des heiligen Johannes.

Information über die Kirchenheiligen

Erzengel Michael gilt als der mächtigste Erzengel, dessen Name „Wer ist wie Gott“ bedeutet (abgeleitet aus dem hebräischen ‚Mikha-el’). Michael ist der Patron der Katholischen Kirche, der Armen Seelen, der Sterbenden, der Apotheker, der Kaufleute, der Polizei, der Bankangestellten und wird für einen guten Tod angerufen. Sein Gedenktag ist der 29. September.

 

Die Totenkapelle, dem hl. Michael geweiht.
Friedhofkreuz neben dem Chor der Pfarrkirche.

Station 6

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Die am 12. Dezember 1915 eingeweihte Kirche in Andermatt wurde unter Mithilfe des Militärs errichtet. Spenden der Gotthardbesatzung und andere Gönner sowie die damals grösste schweizerische Konfirmandengabe halfen das "Soldatenkirchlein" zu bauen. Die Umfassungsmauer aus Bruchstein stammt aus dem Jahre 1923.

Wissenswertes über Reliquien usw. 

1938 erhielt die Kirche eine zweite Glocke im neuen Dachreiter. Das anmutig runde Kirchenfenster in der Apsis zeigt einen vertrauend-betenden Engel im unerschaffenen Licht Gottes. Eine grösstenteils von Zürcher Kirchgemeinden gespendete Strassburger-Orgel wurde 1968 eingeweiht.

 

Evangelische Talkirche Ursern, Andermatt


Station 7

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Der Reichtum der Gestaltung des Innenraumes überrascht. Die inhaltliche Aussage der Darstellungen ist ganz auf die Gottesmutter Maria bezogen. Hauptfelder zeigen im Chor die Verkündigung und die Krönung Marias. Diese Hauptbilder werden von weiteren, gemalten Szenen aus dem Leben Marias begleitet. Es ist ein eigentlicher Marienfestzyklus dargestellt, der von der Szene des Tempelgangs bis zur Darstellung des Wohnhauses der Heiligen Familie, der Santa Casa in Loreto, führt.

 

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Hospental
Empore mit Orgel und Deckengemälde
Chor Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Verkündigung und Krönung Marias)

Station 8

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Der Eingang der Kapelle wendet sich dem Dorf zu. So ist der Chor nicht wie üblich nach Osten, sondern nach Westen gerichtet. 

Der Spruch über dem Eingang weist auf den geografisch besonderen Ort hin:

Hier trennt der Weg,                                        
o Freund, wo gehst du hin?                                 
Willst du zum ew’gen                                       
Rom hinunterziehen,  

hinab zum heil’gen Köln,
zum deutschen Rhein,
nach Westen weit ins 
Frankenland hinein?

Eine erste Kapelle zu Ehren des in der Innerschweiz hoch verehrten, 1610 heilig gesprochenen Mailänder Kardinals und Erzbischofs Karl Borromäus wird um 1650 errichtet. Sie erinnert an dessen Durchreise im Jahr 1570 und ist an der Stelle gebaut, wo der Heilige den Talboden von Ursern erreicht hat.

 

Kapelle und Pfrundhaus St. Karl
Kapelleneingang mit Spruch
Chorseite der Kapelle, rechts Pfrundhaus

Station 9

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Zumdorf, das kleinste Dorf der Schweiz, ist eine ehemalige Walsersiedlung, die heute wieder ganzjährig bewohnt ist. 1445 wird sie im Zusammenhang mit der Brücke erstmals erwähnt. Schmuckstück ist die von Bartholomäus Schmid erbaute Barockkapelle St. Nikolaus, deren Grundstein 1591 gelegt worden ist. Wegen der grossen Lawinengefahr wurde der Chor längs zum Hang, nach Süden, ausgerichtet.

Wissenswertes über Reliquien usw. 

Sehen Sie sich den imposanten, zweigeschossigen Rosenkranzaltar des Walliser Altarbauers Jodok Ritz an und achten Sie besonders auf die zehn Hinterglasmedaillons, welche Stationen aus dem Leben des Heiligen als Schutzpatron gegen Lawinen, Bergsturz und Feuersbrunst darstellen. Sie begegnen ihm bereits vor der Kirche. Über dem Hauptportal steht er als schön gestaltete Figur mit Bischofsstab und bauschigem Faltenwurf, wie wir ihn noch heute kennen. Speziell ist das Fenster neben dem Altar, das morgens dessen intensive Farbenpracht in schönstes Sonnenlicht taucht.

 

Kapelle St. Nikolaus, Zumdorf
Seit 1758 steht der ehem. Rosenkranzaltar der Pfarrkirche Andermatt, der zu einem Nikolausaltar umgewandelt wurde, in Zumdorf.
Schmerzensmann aus dem ausgehenden 16. Jh. stellt Christus als gemarterten, jedoch geduldig erwartenden Erlöser dar.

Station 10

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Sie wurde 1685 als Wegkapelle gestiftet und 1695 von Bischof Ulrich Federspiel eingeweiht. Die Barockkapelle besitzt ein seitlich geschlossenes Vordach und zierliche Fenster an den Fassaden. Auf offenem Feld im «Lieg» gelegen, ist die Kapelle durch einen Lawinenschutzkeil gegen Lawinen abgesichert. 

Wissenswertes über Reliquien usw. 

Die kleine Kapelle wurde 1974/75 kunstgerecht restauriert. Dabei wurden das Bogengewände aus der Sakristei und das Sakramentenhäuschen aus der 1972 infolge der Strassensanierung abgebrochenen Dorfkapelle eingemauert.

Information über die Kirchenheiligen

Josef war der Vater - oder Ziehvater - Jesu, der nach christlicher Überzeugung Jesus der Sohn Gottes ist und durch den Heiligen Geist im Schoss der Jungfrau Maria gezeugt wurde.

 

Wegkapelle mit Lawinenschutzkeil, Blickrichtung Realp
Hl. Josef mit Jesuskind auf dem Arm

Station 11

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Die neugotische Kirche stammt aus dem Jahre 1881. Die Bevölkerung hat bei ihrer Errichtung Fronarbeit geleistet, indem sie Steine und Sand auf den Bauplatz geschafft hat. Der notwendig gewordene Neubau ersetzte die baufällige Kirche aus dem Jahre 1591, welche wiederum ein bis zwei Vorgängerkapellen ablöste, deren zweite im Jahre 1500 zu Ehren des Heiligen Kreuzes eingesegnet worden ist.

 

Pfarrkirche Heilig-Kreuz, Realp
Choraltar Pfarrkirche Heilig-Kreuz
Deckengewölbe Chorraum Pfarrkirche Heilig-Kreuz

Station 12

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Die Friedhofskapelle wurde 1886 eingeweiht. Sie ist dem göttlichen Herzen Jesu geweiht, das immer am ersten Freitag eines Monats besonders verehrt wird.

Über die Symbolkraft des Herzens Jesu sind das Herz-Jesu- und das Barmherzigkeitsfest, erster Sonntag nach Ostern, eng miteinander verbunden.

Der Ursprung der Verehrung liegt im Johannesevangelium. Dort steht geschrieben, der römische Hauptmann habe nach dem Tod Jesu mit seiner Lanze eine Seite von dessen Körper und damit zugleich sein Herz durchbohrt, um so den Tod festzustellen. Dabei strömten Wasser und Blut aus dem Körper Jesu. Sie stehen stellvertretend für das Leiden Jesu, der für die Menschen gestorben ist und sie dadurch erlöst hat.

 

Kapelle Herz Jesu mit Friedhofkreuz
Herz Jesu-Bild im Chorraum der Pfarrkirche

Station 13

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

Das kleine Gotteshaus liegt am alten Saumweg über die Furka im Gut «Aegerten». Es ist eine Privatkapelle im spätgotischen Stil und war ein Wegzeichen über den Pass.

Das kleinste Heiligtum in Ursern ist eine wahre Perle und wird von zahlreichen Hilfesuchenden aufgesucht und als Gnadenort sehr geschätzt. Maria unbefleckte Braut des Heiligen Geistes.

Wissenswertes über Reliquien usw. 

Nach alter Überlieferung soll in der Kapelle ein Muttergottesbild hoch verehrt worden sein. 1921 wurde die Kapelle renoviert. Julius Simmen, ein nach Solothurn ausgewanderter Realper, stiftete das Marienbild und den Altar.

 

Kapelle St. Maria, Aegerten
Impression Gebiet "Aegerten"
Maria mit Jesuskind

Station 14

Allgemeine Informationen, Chronik, Bauhistorie

In Erfüllung eines Gelübdes wurde die Bergkapelle 1927 in massivem Granitstein der Umgebung gebaut. Im heiligen Jahr 1925 gelobte Carl Regli-Christen, Hotel Tiefengletsch, Tiefenbach, anlässlich einer Privataudienz bei Papst Pius XI. eine Kapelle zu Ehren der Gottesmutter Maria bauen zu lassen.

Im Jahre 1992 haben auf Initiative von Sepp Inderkum die Lawinenhundeführer von Uri die Kapelle in Frondienst renoviert. Jährlich am 1. Sonntag im September wird an der Kilbi den verstorbenen Lawinenhundeführer gedenkt. 

Das Altarbild ist eine Nachbildung der Mater Misericordia von Disentis. Die beiden Kirchenpatrone Carl Borromäus und Canisius wurden vom Papst bestimmt, der den apostolischen Segen und einen vollkommenen Ablass in der Todesstunde gewährte.

 

Kapelle Maria Hilf, Baujahr 1927
Altarbild
Urs Karl Regli zeigt das Jerusalemer Kreuz. Dieses wurde an den 14 Kreuzwegstationen durch die Kapuziner des Jerusalemer Hospizes gesegnet.
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weiterführende links

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jerusalem-kreuz

Urs Karl Regli informiert im folgenden Video über das Jerusalem-Kreuz und über die Kapelle Maria Hilf Tiefenbach.