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Alexandra Fux

Mut zum Risiko

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"Etwas wagen"...

…lautet das Lebensmotto von Alexandra Fux. Warum es sich lohnt, nicht immer zu wissen, wohin der Weg führt.

 

Alexandra, 1973 im Wallis geboren, ist Psychologin, Laufbahnberaterin und Ausbilderin für Erwachsene. Als Ausgleich zum Studium absolvierte sie mit Anfang zwanzig die Bäuerinnenschule, weil ihr das Studieren allein zu abstrakt war. Aufgrund fehlender Praxiserfahrung durfte sie jedoch die eidgenössische Prüfung nicht ablegen. 1997 verbrachte Alexandra den Sommer auf einer Alp im St. Galler Oberland, wo sie ihren Mann Cyrill kennenlernte. 2008 zog das Paar aus beruflichen Gründen in den Kanton Uri, welchen sie vorher nur vom Durchfahren kannten.

 

Die Bergheimatschule

Ein über 400 Jahre altes Susthaus, welches in früheren Zeiten den Gotthardsäumern als Herberge gedient hat, steht heute noch am Fusse des Geissbergs. Die Landschaft ist urtümlich, umgeben von Blumenwiesen und Trockenmauern, welche aus Natursteinen von Hand und ohne Beton aufgeschichtet wurden. Auf diesem paradiesischen Fleckchen Erde in Gurtnellen Dorf steht die Bergheimatschule. Den Gästen watscheln beim Eingang Laufenten, die als Schneckenvertilger im Garten leben, über den Weg.

 

Wie Alexandra zur Bergheimatschule gekommen ist

Eigentlich waren Alexandra und ihr Mann Cyrill 2015 bereits auf dem Sprung zurück ins Wallis. Die Arbeitsstellen im Kanton Uri waren gekündigt, ein gemeinsamer Alpsommer geplant. Da kam die Anfrage, ob sie nicht die Bergheimatschule übernehmen wollten. Alexandras Bauchgefühl sagte «Ja». Während drei Monaten wurde das Haus zurechtgemacht, Lehrpersonen eingestellt und am Stundenplan gefeilt. Seit 2016 haben beide von Januar bis Juni die Schulleitung der kantonalen Bäuerinnenschule inne und unterrichten auch selbst einzelne Module. Die Betreuung von Menschen und Tieren (Hennen, japanische Legewachteln, Laufenten und vier Bergziegen), die Garten- und Büroarbeit. Alexandras Tage sind ausgefüllt. Gut so, denn „Langeweile macht mich unausstehlich“. Von Juli bis Dezember führen Alexandra und Cyrill die Bergheimatschule als Gruppenunterkunft und Kurszentrum auf eigene Rechnung.

 

Ausblick

Alexandras grösster Wunsch ist es, die Bergheimatschule so zu positionieren, dass sie keine «Eintagsfliege» bleibt. Während die Bäuerinnenschule positiven Anklang findet, ist die Auslastung im zweiten Halbjahr noch nicht zufriedenstellend. 2020 wird, gemäss Vereinbarung mit dem Kanton, Bilanz gezogen.